Verkehrsflächenreinigung

Ölspurbeseitigung ist heute der Sammelbegriff für unterschiedlichste Verunreinigungen auf bundesdeutschen Straßen und Gewässern. Die bessere Begrifflichkeit für die Tätigkeiten der damit beschäftigten Unternehmer ist die Verkehrsflächenreinigung, mitunter auch Extremschmutzbeseitigung genannt.

 

Sicher sind es überwiegend auslaufende und wassergefährdende Betriebsstoffe von Kraftfahrzeugen aller Art, aber viele weitere Gefahrstoffe fallen an, wo die Extremschmutzbeseitiger Einsatz finden. So sind z.B. die sogenannten JGS-Stoffe (Jauche-, Gülle und Silagesickersäfte) immer wieder ein Thema, aber auch pflanzliche Öle, Farben und sonstige chemische und wassergefährdende Produkte.

 

Alle Einsätze haben nur ein übergeordnetes Ziel, die rückstandsfreie Beseitigung der Verunreinigung. Darunter lassen sich vier weitere Teilziele ableiten, welche da sind:

 

- Die Wiederherstellung der Verkehrssicherheit

- Die Sicherstellung des Umweltschutzes

- Geeignete Maßnahmen der Effektivität und der Effizienz

- und im Falle des Vorhandenseins eines Baukörpers dessen Erhalt

 

In vielen Organisationen wird allzu häufig nur der Wiederherstellung der Verkehrssicherheit besonderes Augenmerk gewidmet. Leider führt dies in Praxis regelmäßig dazu, dass die Verkehrssicherheit sogar kurz- und mittelfristig gesenkt wird. Nur die Beachtung und Erreichung aller Ziele kann als erfolgreiche Ölspurbeseitigung gewertet werden.

 

Grund hierfür liegt in der Vorstellung darüber, was die Reinigung einer Verkehrsfläche darstellt. Der Jurist sagt klar und deutlich bei der Beseitigung von "Ölspuren", dass eine rückstandsfreie Beseitigung der Verunreinigung gefordert ist. Eine Verunreinigung ist nichts anderes als "Schmutz am falschen Ort". Schmutz am falschen Ort zu beseitigen lässt sich unter einem Begriff subsummieren, und zwar unter dem Substantiv "Reinigung".

 

Der Begriff der Reinigung lässt sich sehr einfach und klar definieren. Unter Reinigung im Sinne der "Ölspurreinigung" versteht man:

 

Einen zeitlichen Prozess zur Entfernung von Verunreinigungen (z. B. Staub, chemische Substanzen, organische Substanzen) unter Verwendung von Mechanik und Wasser mit oder ohne reinigungsverstärkenden Zusätzen (z .B. Detergenzien oder enzymatische Produkte). Die Reinigungswirkung ist gegeben, wenn die Verunreinigungen porentief beseitigt werden, so dass ein Nachbluten sicher verhindert wird. Die dabei eingesetzten Emulsionen und Feststoffe (z.B. kontaminierte Bindemittel) müssen möglichst vollständig aufgenommen werden.

 

Damit wird auch deutlich, dass es eine "Trockenreinigung" nicht gibt. Dieser ursprünglich aus der chemischen Textilreinigung entlehnte Begriff ist in doppelter Hinsicht falsch. Zum einen wurde in der Textilreinigung mit anderen flüssigen Lösungen gearbeitet, also nie trocken, zum anderen kann nicht von "Reinigung" gesprochen werden, wenn Bindemittel auf poröse Untergründe aufgetragen und eingearbeitet werden. Kein vernünftiger Mensch käme auf die Idee, einen Fliesenboden oder eine Garagenauffahrt mit Bindemittel zu bestreuen, diese abzukehren und dann von Reinigung zu sprechen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Bindemittel nicht benötigt werden, denn für diese Produkte gibt es nach wie vor wichtige andere Einsatzmöglichkeiten.

 

Das verliehene Gütezeichen LK 1 (Leistungsklasse 1) dokumentiert die persönliche und betriebliche Kompetenz in der Beseitigung von Extremschmutzbeseitigungen.

 

 

 RAL GGVU - sauber im Sinne von Reinigung!

 



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